War die Berliner Luftbrücke amerikanische Gier?

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War die Berliner Luftbrücke amerikanische Gier?

Beitrag von mdriver1981 am Sa Jan 20, 2018 11:19 am

Auf 2015 habe ich habe habe ich mit meinen Freund in der Kneipe besucht, in Mite-Berlin. Sie ist sehr schon besonders nette leute. Ein kneipe arfliege (korrektes wort?) redete Politik. Ich erwhnte, dass mein Grossvater in der Armee war -- und nahm an der Berliner Luftbrücke teil es war nach dem krieg. Er argumentierte dass es amerikanische gier den Kommunismus selbstsuchtig unterminieren. Warum denken Sie?

mdriver1981

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Re: War die Berliner Luftbrücke amerikanische Gier?

Beitrag von Skeptik am Sa Jan 20, 2018 12:52 pm

Wikipedia: Die Berliner Luftbrücke diente der Versorgung der Stadt Berlin durch Flugzeuge der Westalliierten, nachdem die sowjetische Besatzungsmacht die Land- und Wasserwege von der Trizone nach West-Berlin vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 durch die Berlin-Blockade gesperrt hatte. Am 30. September 1949 wurde die Luftbrücke offiziell beendet.

Die Sowjets reagierten auf die Einführung einer Währungsreform in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands und Berlins.

Wikipedia: Marschall Sokolowski ließ dann am 22. Juni 1948 Louise Schroeder den Befehl 111 der SMAD ( Sowjetische Militäradministration in Deutschland ) überreichen, in der auf der Grundlage eines Plans vom 21. Juni 1948 die Durchführung einer Währungsreform in der SBZ und in allen vier Sektoren Berlins angeordnet wurde.[22] Da anders als in der Trizone neue Geldnoten der Mark (DDR) („Ostmark“) noch nicht vorlagen, wurden als Notlösung die bisherigen RM-Geldscheine mit kleinen Aufklebern in der Größe einer halben Briefmarke versehen („Klebe-“ oder „Tapetenmark“) in Umlauf gebracht. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung vom 23. Juni 1948 äußerte Karl Maron (SED), West-Berlin sei „Brückenkopf im Kampf gegen die Demokratie“ und wies darauf hin, „die Sparguthaben der Berliner Bevölkerung und die Gelder der Sozialversicherung liegen im sowjetischen Sektor Berlins. Wir werden niemals unsere Zustimmung dazu geben, daß diese Gelder [...] den monopolistischen Interessen der Westmächte geopfert werden".

Die westlichen Stadtkommandanten erklärten zwar die sowjetische Anweisung, die Ostmark auch in den West-Sektoren einzuführen, für unwirksam, die Ostmark wurde aber als Zahlungsmittel akzeptiert. Im Gegenzug ließen die westlichen Kommandanten ab dem 24. Juni 1948 in ihren Sektoren DM-Noten ausgegeben.


https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Luftbr%C3%BCcke

https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsreform_1948_(Westdeutschland)#W%C3%A4hrungsreform_in_West-Berlin

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Re: War die Berliner Luftbrücke amerikanische Gier?

Beitrag von Marek1964 am Sa Jan 20, 2018 5:03 pm

Es war ein Machtkampf zwischen Ost und West - Stalin hatte schon manchen Ländern entgegen seinem Versprechen kommunistische Regime aufgezwungen. 

Gleichzeitig funktionierte der alliierte Kontrollrat nicht mehr - vor allem in wirtschaftlichen Fragen blockierten die Sowjets alles mögliche. 

Eine Währungsreform war notwendig, um die Wirtschaft voranzubringen. Stalin versuchte seinerseit das Berliner Loch zu stopfen, da dort viele nachdem Westen entkamen. Fachkräftemangel machte sich in der DDR bemerkbar.

Nach einem Jahr musste Stalin nachgeben.

Es war die erste echte Reaktion des Westens nachdem man fast zuvor fast immer nachgab resp. nicht eingriff.

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Re: War die Berliner Luftbrücke amerikanische Gier?

Beitrag von Klartext am So Jan 21, 2018 10:41 am

mdriver1981 schrieb:Auf 2015 habe ich habe habe ich mit meinen Freund in der Kneipe besucht, in Mite-Berlin. Sie ist sehr schon besonders nette leute. Ein kneipe arfliege (korrektes wort?) redete Politik. Ich erwhnte, dass mein Grossvater in der Armee war -- und nahm an der Berliner Luftbrücke teil es war nach dem krieg. Er argumentierte dass es amerikanische gier den Kommunismus selbstsuchtig unterminieren. Warum denken Sie?

Hallo mdriver,

wenn du etwas nicht auf Deutsch weisst, dann schreib das auf Englisch.

Was mich interessieren würde - war der Gegenüber aus dem Osten oder aus dem Westen? Jedenfalls ist das mit dem selbstsüchtig lächerlich, denn die Luftbrücke hat jede Menge Geld gekostet. Die US Air Force und die amerikanische Politik hatten damals aber geschlossen die West-Berliner Bevölkerung hinter sich.

Die Rede vom Oberbürgermeister von Berlin, Reuter, ging damals um die Welt: http://geschichtspuls.de/art1154-ihr-voelker-der-welt-berlin-rede-von-ernst-reuter

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Re: War die Berliner Luftbrücke amerikanische Gier?

Beitrag von van Kessel am So Jan 21, 2018 11:38 pm

Hallo mdriver,
eine Hegemonialmacht wie die USA konnte nicht zulassen, dass der Status von Berlin durch Stalin verändert werden sollte. Der Status quo musste erhalten bleiben, koste es was es wolle.

Die Luftbrücke entsprach politischem Kalkül ( rationale Entscheidung) und weniger einem US-Altruismus.

Dass dies auch der Stoff für eine Idealisierung war, verändert nicht die damaligen, politischen Gegebenheiten. Den Aufruf vom Ernst Reuter konnte jeder Kino-Besucher in der damals - dem Hauptfilm vorgeschalteten - 'Wochenschau' sehen, denn TV gab es noch nicht. Große Massenversammlungen waren damals normale, politische oder gesellschaftliche 'Begebenheiten' nach den Jahren des Schweigens. Erst in der Nachbetrachtung erhielten sie einen historischen 'touch'.

Die 'Flucht' durch das 'Berliner Loch' war damals noch kein Thema, denn die drei Besatzungszonen im Westen, waren noch nicht der 'Magnet', den die BRD später darstellte. 1948-1949 hatten die Deutschen in Ost und West andere Sorgen als einen freiwilligen Ortswechsel. 10 Millionen Flüchtlinge aus den ehemals deutschen Gebieten oder annektierten Gebieten, mussten in Westdeutschland 'versorgt' werden; eine 'Willkommenskultur' gab es nicht, eher waren diese Menschen Nahrungsmittel- und Unterkunftskonkurrenten.

Berlin war da nur ein Tropfen in der deutschen Wirklichkeit dieser Jahre.

van Kessel

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