Die Haltung der Linken zum Islam

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Die Haltung der Linken zum Islam

Beitrag von Tammuz am Do Okt 25, 2018 11:29 am

(Ich möchte vorausschicken, dass ich bis 2015 ein Sympathisant der Linken war und nach wie vor Karl Marx für einen brillanten Analytiker halte. Die naive Haltung der allermeisten Linken zum Islam hat mich von ersterem aber abgebracht.)

Wie erklärt sich die pauschal positive Haltung der deutschen Linken bzw. LINKEN zum Islam trotz der gegenteiligen Haltung, die Karl Marx dazu eingenommen hat?

Der wichtigste programmatische Vordenker der Linken schrieb z.B. folgendes (in "Die Kriegserklärung - Zur Geschichte der orientalischen Frage", 1854):

Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist 'harby', d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.


Nichts davon findet sich heute in der Anschauung der Linken (bzw. der LINKEN Partei) über das Wesen des Islam. Es ist, als hätte ihr Idol, das auf der Homepage der LINKEN immer noch hoch in Ehren gehalten wird ("Kommunistisches Manifest - auch heute noch richtig") solche Dinge nie gesagt.

Wie konnte es dazu kommen? Wieso wird Marx in diesem wichtigen Punkt ignoriert?

Die Erklärung liefert vielleicht das bekannte Wort "Der Feind meines Feindes ist mein Freund".

Zum einen sind die USA das erklärte Feindbild der heutigen Linken. Sofern der Islam also in einem Feindverhältnis zu den USA steht, stehen ihm die Linken schon aus diesem Grund wohlwollend gegenüber.

Hier soll es aber mehr um das andere Linken-Feindbild, die Rechten, gehen. Auch hier gilt: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund".

Da die Rechten dem Islam gegenüber grundsätzlich kritisch und, je nach Schärfe der Position, auch feindselig gegenüber stehen (wobei die Merkel-Follower zwischen Kritik und Feindschaft keinen Unterschied zu machen in der Lage oder willens sind), stehen die Linken nach der gleichen Logik wie im Fall USA dem Islam schon aus diesem Grund wohlwollend gegenüber. Aus dieser Logik folgt, dass jeder, der den Islam kritisiert, den Rechten zugerechnet bzw. als rechts verdächtigt wird. Diese Strategie ist mittlerweile ein Automatismus geworden, dessen Oberflächlicheit und Fragwürdigkeit den Merkel-Followern gar nicht bewusst ist.

Die Linken kennen in Bezug auf den Islam nur eine Art von Unterdrücker: alle Gruppen, die den Islam unterdrücken (wollen). Das sind natürlich die Rechten bzw. alle, die dem Islam kritisch gegenüberstehen und daher pauschal als rechts gelten, siehe oben. Dabei ignorieren die Linken, dass der Islam selbst bestimmte Gruppen unterdrückt, z.B. Andersgläubige, Frauen im allgemeinen, Feministinnen im besonderen und Homosexuelle. Die Unterdrückung dieser Gruppen wird ignoriert oder toleriert, weil der Islam als Ganzes von den Rechten der Gefahr der Unterdrückung ausgesetzt ist. Für die Linken gilt also:

Der Islam darf unterdrücken, er darf aber nicht unterdrückt werden.

Der Grund dafür ist, dass alles, was gegen den Islam kritisch vorgebracht werden kann (z.B. die Unterdrückung jener Gruppen), zu verschweigen ist, als wäre es gar nicht existent, da andernfalls die Feinde der Linken, die Rechten, einen propagandistischen Nutzen daraus ziehen könnten.

Eine ganz seltene Ausnahme unter den Linken ist Sahra Wagenknecht, die vor den Risiken islamischer "Parallelwelten" in Deutschland warnt. Zumindest sie hat Marx also in diesem Punkt nicht vergessen. Natürlich werden Merkel-Follower einwenden, sie meine nur den "radikalen" oder "reaktionären" Islam - was jene dabei übersehen, ist, dass der Islam per se radikal und reaktionär ist, siehe Koran.

Tammuz

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Re: Die Haltung der Linken zum Islam

Beitrag von Ceres am Mo Nov 05, 2018 8:34 pm

Ich habe hier etwas gefunden, welches echt haarsträubend ist.
Mir läuft es eiskalt den Rücken hinunter!
Nur in ein paar Jahren wird Europa total islamisch sein.
Deutschand und auch die anderen europäischen Länder wird es dann im heutigen Sinne nicht mehr geben, so wie wir diese kennen,
sollte es wirklich so kommen...
Was sagt ihr dazu?


https://juergenfritz.com/2018/10/24/un-migrationspakt/
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Re: Die Haltung der Linken zum Islam

Beitrag von marylinjackson am Do Nov 08, 2018 2:15 pm

Ja, dieser Pakt lässt einen schaudern.
In Indonesien wurden vor Jahrzehnten innerhalb des Inselstaates Millionen zwangsumgesiedelt. Vom überfüllten Java auf andere Inseln. Es war politischer Wille, der nicht durchdacht war.
Diese Aktion, Transmigrasi genannt, scheiterte.

Ich kann nur hoffen, dass es in der EU mehrere Staaten geben wird, die den Pakt nicht unterzeichnen. Vielleicht wird das das Ende der EU sein.
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Re: Die Haltung der Linken zum Islam

Beitrag von Ceres am Mo Nov 12, 2018 3:59 pm

Das könnte durchaus so kommen - und nicht nur das!
Man kann nur hoffen, dass sich so einige EU-Länder sich distanzieren, diesen Pakt zu unterzeichnen.
Bevor Frau Merkel für immer die Politische Ebene verlässt, wird sie uns noch so einiges hinterlassen, was die Welt verändern wird. *graus*

Viele Länder sträuben sich aber zu unterschreiben, aber wie es kommen wird, weiß man natürlich nicht.
https://philosophia-perennis.com/2018/11/09/diese-laender-werden-den-un-migrationspakt-nicht-unterschreiben/
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Re: Die Haltung der Linken zum Islam

Beitrag von marylinjackson am Mi Nov 14, 2018 8:11 am

Dieser verlinkte Blog ist interessant, schon wegen der Kommentare.
Vor allem sollte der Pakt in der Öffentlichkeit nicht diskutiert werden. Vor paar Monaten noch wusste nicht mal Merkel was davon, so sagte sie es, als Israel an Deutschland Migranten übergeben wollte. Da kam mal eine kurze Zeitungsmeldung und dann nichts mehr.
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